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SEHENSWERTES: Nationalpark Fulufjäll

SEHENSWERTES: Nationalpark Fulufjäll

Beitragvon Oern » 4. Okt 2013, 21:22

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Nationalpark Fulufjäll

Das Fulufjäll (=Fulu-Hochgebirge) befindet sich in Nordwest-Dalarna, etwas südwestlich
des Örtchens Idre. Vor fast 30 Jahren war ich zum erstenmal hier, auch mit meiner Fa-
milie. Insgesamt war ich etwa 6 mal hier. Am schönsten war es hier vor der Gründung
des Nationalparks. Es gab eine alte Blockhütte mit Feuerstelle, Bänken und Tischen und
ein Blockhaus als Kiosk. Im Jahre 2002 wurde dann hier ein Nationalpark gegründet,
und damit gab es für einen Naturfreund unangenehme Neuerungen im Eingangsbereich:
Es wurde vieles reglementiert und viel Schnickschnack aufgestellt, der auch bei Einhei-
mischen gemischte Gefühle hervorruft. Von der alten Blockhütte an in Richtung Gelände
ist zum Glück alles beim alten geblieben.


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Dies ist entlang der norwegischen Grenze eine einsame, schwedische Nebenstraße, die
kaum jemand kennt, und Ausländer erst recht nicht. Der Schotterweg liegt ziemlich hoch,
und so kann man weit nach Norwegen reinsehen, bis zum Gebirgs-Massiv des Sølen, in
der Nähe des Femunden, dem drittgrößten See Norwegens. Der Fernblick reicht aber noch
weit über den Sølen hinaus. Dieser Weg führt übrigens in Richtung Nationalpark.


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Diese geschmacklose Bretterwand ist der Eingang zum Nationalpark. Ein Tor"bogen" aus
dicken Baumstämmen hätte hier jedenfalls besser ausgesehen.


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Und dies ist die Empfangshalle, das sogenannte "Naturum", sieht aus wie eine Maschen-
halle mit einer Bretterwand davor. Die einzigen Vorteile dieser Halle: Sie hat ein Dach, und
hier wird der von mir hergestellte, 25-minütige Film "Goldgelbes Herbstlaub" vorgeführt.
Ich mußte damals extra eine schriftliche Lizenz auf Schwedisch schreiben, damit die Verwal-
tung des Nationalparks abgesichert war.


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Und hier also die alte Blockhütte, einzige Neuerung: die Informationstafel.


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Hier an der Feuerstelle habe ich über 3 Jahrzehnte verteilt jedesmal Würstchen am Spieß
gegrillt. Das Übernachten ist hier verboten, obwohl Liegeplätze für Notfälle vorhanden sind.
Wenn man hier außerhalb der Saison übernachtet, sagt auch niemand etwas.


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Jedesmal, wenn ich hier war, gab es Holz genug. Der Verbrauch kostet nichts


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Von der Blockhütte an gibt es einen Laufsteg durch den Sumpf. Der Steg hat Ausweichstel-
len für Rollstuhlfahrer und ist ca. 1,5 km lang. Ihn gab es bereits vor Gründung des Natio-
nalparks. Vom Steg aus ist obige Landschaft zu sehen.


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Bis hierhin zum Gebirgssee stieg das Gelände nur leicht an. Der Laufsteg liegt nun schon
eine Strecke zurück. Nun geht es ziemlich bergab.


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Eine schmale Brücke führt über den Gebirgsbach, der oben als Wasserfall herunter kommt.


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Von nun an gibt es nur noch einen schmalen Natursteg über Stock und Stein und Baumwur-
zeln. Hier ist nun Urwald. Nur der Natursteg wird frei gehalten, alles andere wird nicht ange-
faßt. Viele Fichten sind hier 50 m hoch, ausgewachsen.


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Nach der Schneeschmelze wird der Bach zu einem reißenden Fluß. Er nimmt viele Baum-
stämme mit ins Tal.


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Bis zur Hütte ging es ca. 2 km steil bergauf. Auch hier kann man notfalls übernachten oder
sich an einem kleinen Hüttenofen aufwärmen. Das Holz muß jede(r) selbst sägen.


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Blick aus dem Hüttenfenster zum höchsten Wasserfall Schwedens. Er ist fast 100 m hoch.
Etwas oberhalb der Hütte gibt es eine Holztreppe, die etwa 50 Meter steil hinunter in die
Schlucht zum Bach führt. Von dort an gibt es einen ansteigenden Laufsteg zum Wasserfall.


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Und hier oberhalb des Wasserfalls ein Blick auf die Schlucht. Dort fällt der Hochgebirgsbach
100 Meter steil hinunter.


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Der Anfang des Wasserfalls. Der Bach kommt aus dem Hochgebirge.


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Auf dem Rückweg geht es am Hang des Hochgebirges entlang, mit herrlicher Aussicht.


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Hier oben gibt es sehr viele Kiefern. Viele davon sind über 500 Jahre alt.


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Je weiter man nun wieder runter kommt, desto mehr Fichten stehen hier wieder. Statt
runter zu laufen, kann man oberhalb des Wasserfalls natürlich auch mit einer Hochge-
birgs-Wanderung beginnen. Es gibt wenige gekennzeichnet Pfade, oder: quer durch.


Der Nationalpark Fulufjäll ist ein lohnenswertes Ziel.
21. Januar 2013

Attaan

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